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Gegen Rassismus in der Modewelt

Die Pariser Modewoche war schon immer ein durchaus internationales Event. Designer aus Europa und Asien, New York und Sydney, zeigen auf den Catwalks der französischen Hauptstadt ihre neuesten Kreationen, aber diese Vielfalt spiegelt sich nicht immer in ihren Models auf dem Catwalk wieder. Wo es mehr um die Kleidung geht als um die Mädchen, die sie tragen, sind herausstechende und besondere Typen rar.

Rassismus gab es in der Modeindustrie schon immer, aber erst neuerdings gerät dieses Thema immer mehr in die Schlagzeilen. In New York organisierte Bethann Hardison, früherer Scout und Model-Managerin, eine ganze Reihe von Veranstaltungen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Vor über zwei Jahrzehnten schon hatte sie zusammen mit Topmodel Iman die "Black Girls Coalition" ins Leben gerufen, um auf die Lage schwarzer Models aufmerksam zu machen und für Gleichberechtigung in der Werbung zu kämpfen.

Die Kampagne hat sich auf dem Gebiet der Werbung inzwischen ausgezahlt und Models unterschiedlichster Herkunft bieten sich ähnliche Chancen. Die Modewelt dagegen hat laut Hardison dagegen immer noch Nachholbedarf. Dort, so sagt sie, wären eben keine Typen gefragt, sondern hübsche, unauffällige junge Mädchen, die für die Kreationen der Designer "lebende Kleiderständer" darstellen.

"Modedesigner haben nichts mehr mit den Models zu tun", erklärte Harrison. "Wenn man kein Mädchen mehr will, dass Glamour, einen eigenen Stil hat, dann will man kein Mädchen, dass auf irgendeine Weise auffällt." Und sei es auch nur durch ihre Hautfarbe.

Eine Ausnahme ist die französische Modelegende Jean Paul Gaultier, in dessen Show nicht nur die typischen blassen Models liefen, sondern auch Asiatinnen, Afroamerikanerinnen und Mädchen aus Nordafrika und Lateinamerika.

Trotzdem: Im Gegensatz zu vielen anderen Industrien gibt es beim Modeling nach wie vor keine Vorschriften zur Gleichberechtigung. Ein Model wegen ihrer Hautfarbe abzulehnen gilt als rein ästhetische Entscheidung - nichts, über das man sich den Kopf zerbrechen müsste.

"Ich denke, es ist für Designer eine Herausforderung, nicht in den üblichen Stereotypen zu denken, auch mal aus den alten Mustern auszubrechen", sagte eine Fashionkritikerin der Times.

Bis dahin müssen farbige Models oft doppelt so hart arbeiten und doppelt so viele Enttäuschungen einstecken wie ihre blassen Kolleginnen. Chanel Iman - halb Koreanerin, halb Afroamerikanerin, und das einzige farbige Model auf dem Laufsteg von Dior - erklärte: "Es ist sehr schwer, aber da muss man eben positiv bleiben. Ich gebe nicht auf, weil ich definitiv ein Vorbild sein möchte."

Hardison glaubt, vielen Designern sei das Problem überhaupt nicht bewusst. Sie hofft, dass die neuen Anstrengungen die Augen der Modewelt öffnen.

"Natürlich wird es einen Unterschied machen. Sie wissen ja einfach gar nicht, was sie tun."

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